Höhlenschutz

DIESE SEITE IST NOCH IN ARBEIT...


Grille auf einem Tropfstein

Tiere

Höhlen stellen sensible Lebensräume für viele Tierarten dar.
Diese bewohnen je nach Anpassungen die Lichtregion, die Übergangsregion und die Tiefenregion der Höhle. Sie unterscheiden sich je nach Vorhanden sein bzw. Fehlen des Lichtes und dem Einfluss der Außentemperatur auf die Temperaturschwankungen in der jeweiligen Höhlenregion. Hier gilt je tiefer, desto geringer die Schwankungen.

Nicht alle Tiere leben dauerhaft in Höhlen, sondern suchen zu bestimmten (Jahres-)Zeiten hier Zuflucht (Subtroglophile). Die bekanntesten Tiere sind die Fledermäuse! Mehr Infos findet ihr unter www.fledermausschutz.at

Tiere, die gerne in Höhlen leben, aber auch an anderen Orten vorkommen oder nur ein bestimmtes Stadium ihrer Entwicklung in Höhlen verleben, werden Eutroglophile genannt. Ein bekannter Vertreter ist die Kollars Höhlenschrecke (Troglophilus cavicola).

Tiere wie der Dachstein-Blindkäfer (Höhlentier des Jahres 2021!) oder der im Dinarischen Karst vorkommende Grottenolm, die ausschließlich in Höhlen leben und außerhalb nicht überleben können, werden als Eutroglobionten bezeichnet. Häufig finden sich darunter endemische Arten, die nur in einem kleinen Gebiet vorkommen. Gehen diese Gebiete durch Verschmutzung oder Zerstörung verloren, sterben auch diese Tierarten.

Noch längst sind nicht alle Tierarten, die in Höhlen leben, bekannt und erforscht!

Ein Bach mit Hochwasser der durch den Wald hinabrauscht

Karstwasser

Europaweit werden rund 25 % der Bevölkerung mit Trinkwasser aus Karstquellen versorgt. In Österreich trinken sogar die Hälfte aller Menschen Wasser das vorher durch eine Karsthöhle floss.

Die unterirdische Entwässerung durch Hohlräume ist eine besondere Eigenschaft von Karstgebieten. Verkarstungsfähige Gesteine wie zum Beispiel Kalkstein und Dolomit sind durch kohlensäurehaltiges Wasser löslich. So können kleinste Fugen im Gestein über lange geologische Zeiträume riesige Gänge werden, die von Wasser durchflossen sind. Die Höhlen ziehen sich also wie eine Wasserleitung durch den Berg, bis das Wasser, meist am Fuße des Berges, an einer Quelle austritt.

Karsthöhlen und -quellen sind besonders schützenswert, da eine Verunreinigung des Wassers leicht erfolgen kann und dies unmittelbare Folgen für die Menschen und Tiere haben kann, die das Wasser trinken. Deshalb gibt es Wasserschutzgebiete bzw. Quellschutzgebiete, in denen zum Beispiel keine Weideviehhaltung erlaubt ist, damit eine Verunreinigung durch Exkremente der Tiere unterbunden wird. Aber auch Wanderer sollten sich in diesen Gebieten rücksichtsvoll verhalten und die WCs in den Schutzhütten verwenden.

Früher wurden Dolinen (trichterförmige Hohlformen an der Karstoberfläche die durch Lösung im Untergrund entstehen) und Höhlen teilweise als Mistplätze verwendet. Ein Eintrag von Müll bedeutet auch die Verunreinigung des Wassers, daher ist Höhlenschutz auch Trinkwasserschutz.

"Ausblümender" Kalk an einer Felswand der wie Kristall aussieht und Pflanzenähnliche Knollen bildet

Höhlen


Foto von den Kalkalpen im Abendlicht und ihren zerfressenen und erodierten Felsen

Karstlandschaft

Eine Karstlandschaft wird nicht nur durch die unterirdische Entwässerung und die damit verbunden Höhlen geprägt, sondern auch an der Oberfläche gibt es Formen, die nur in Karstgebieten auftreten, da sie im Zusammenhang mit der Löslichkeit des Gesteins stehen.

In Österreich werden im Jahr 29 Millionen Tonnen Kalkstein abgebaut. Kalkstein wird hauptsächlich als Baustoffe verwendet, aber auch als Düngemittel oder in der Chemieindustrie wird er benötigt. Der Abbau des Kalkgesteins in Bergwerken und Steinbrüchen führt zur Zerstörung der Landschaft und teilweise auch zur Zerstörung von Höhlen. Auch die Forstwirtschaft und der damit verbundene Bau von Forststraßen führt zu Veränderungen der Landschaft. Nicht zu vergessen die Folgen des Skitourismus, die teilweise massive Eingriffe in die Landschaft zur Folge haben. Dabei spielt nicht nur die Umgestaltung der Oberfläche eine Rolle, sondern auch die Bodenverdichtung durch das wiederholte Planieren hat Folgen für die oberirdischen und unterirdischen Karstphänomene.